CMS ohne Datenbank

18. October 2008

Manche mögen es für archaisch halten: Ein Content Management System (CMS) ohne Datenbank. Viele Websitebesitzer werden vielleicht daran zweifeln, dass es sowas überhaupt gibt (zumindest in sinnvoller Form).

Und dennoch: Es gibt CMS ohne Mysql Datenbank, und es macht durchaus Sinn diese auch zu nutzen. Nun, bevor wir mal einige System wie Pivot, SkyBlueCanvas, RazorCMS  oder Pluck kurz vorstellen: warum eigentlich? Auch diese Seit läuft doch unter WordPress schön und gut?

Nun – es gibt schon verschiedene Gründe:

Installationsaufwand: Jede Datenbank will eingerichtet werden. Wer mal 1 Website macht, mag dies kaum merken.  Bei 10 Webseiten am Stückmerkt man den Unterschied schon (User anlegen, Passwort aufschreiben, Hash-Codes eintragen usw)

Datensicherung: Es müssen immer Website UND Database gesichert werden. Da wird schnell mal eins von beiden vergessen – und dann läuft oft gar nichts mehr

Geschwindigkeit: Gerade hochfrequentierte Server leiden unter dramatischen Geschwindigkeitseinbußen, wenn zu viele Datenbankabfragen erfolgen.

Einfachheit: Warum ein Mercedes, wenn man doch nur Zigaretten holen will? Also für kleine Projekte sind die meisten CMS einfach “zu groß”

Flexibilität: An einem WordPress-System etwas zu verändern benötigt schon ein bischen Know How. Ein einfaches CMS kann schnell mal angepaßt werden, evtl. sogar einfach ein Modul ergänzt werden

Also mal ein Blick auf einige Alternativen, die uns gut gefallen haben:

Pivot : Um es kurz zu machen: Pivot ist ein ausgereiftes System, dass speziell für ein Blog kaum ein Wunsch offen läßt. Eine große Community (derzeit 75.000 Beiträge) hilft bei allen Problemen. Allerdings: Mit 5,6 MB auch nicht mehr gerade “lite”, auch wenn Pivot eben ohne Mysql Datenbank auskommt und alles als Textfiles abspeichert

SkyBlueCanvas Lightweight CMS ist mit 2,8 MB schon deutlich kleiner. Auch ansonsten macht sich das weniger bekannte System durch eine etwas magere “Optik” bemerkbar. Aber unter der Haube steckt deutlich mehr als bei Pivot: Zahlreiche Module wie News, Formular-Manager, Bildverwaltung und mehr machen es schon zu einem ausgereiften CMS. Gut gefallen hat uns, dass die einzelnen Module sehr frei (und optisch übersichtlich) in verschiedene Regionen auf der Seite plaziert werden können.

Pluck ist ähnlich groß wie SkyBlueCanvas (wobei der Tinymice Editor der größten Part einnimmt), bietet deutlich weniger Module aber dafür eine schöne Bedieneroberfläche. Simpel und einfach für ein kleineres Projekt.

RazorCMS ist ebenfalls weit vom Blog entfernt – und mit Abstand das kleinste Programm. Der Core ist lediglich 200 KB groß, mit einigen Zusatzmodulen (Plugins oder Blades genannt) UND einem WYSIWYG Editor (Nicedit) nur knapp über 300 KB. Dafür aber blitzschnell im Vergleich zu den Kollegen, und extrem flexibel in vielen Dingen. SEO – optimierte Links sind ebenso vorhanden wie einfache flexible Linkpositionierung. Unserer Meinung nach ein echter Geheimtip

Pagerank – Update September 2008

29. September 2008

Ob es mit dem 10järigen Jubiläum von Google zusammenhängt? Auf jeden Fall früher als erwartet gibt es mal wieder neue Pagerank – Werte. Diesmal auch recht aktuell, die Daten scheinen nur einige Tage alt zu sein. Man mag zwar darüber streiten wie wichtig der Pagerank ist oder auch nicht, es gibt aber doch Hinweise in welcher “Größenordnung” Google eine Seite ansiedelt.

Acuh wenn viele Menschen ein “Ritual” daraus machen – der Pagerank ist weitgehend mathematisch errechnet. Nur die Spitzenseiten werden von Google werden “gesetzt”. Wen es im einzelnen interessiert: Eine sehr schöne Übersicht über die aktuellen Veränderungen beim Pagerank gibt es bei Pixelfolk

Ausdrücklich sei nochmal darauf hingewiesen, daß Pagerank und Position bei der Google-Suche nur sehr wenig miteinander zu tun haben. Das Seiten mit guten Suchergebnissen auch oft einen höhrern Pagerank besitzen liegt daran, daß sie eben besser verlinkt sind.

Google Position und Besucherzahlen

16. August 2008

Es kürzlich haben wir über das Thema Google Position und Besucherzahlen gesprochen. Hier mal ein konkretes Beispiel aus der eigenen Praxis.

Die Seite wird zu 92 % über 2 Keywords gefunden. Diese Keywörter stellen auch den größten Teil der Google – Suchen dar, in den denen die Seite als Ergebnis angezeigt wird:

Keyword A: 51%
Keyword B: 41 %

Bei A steht die Seite bei Google seit längerem stabil auf Platz 5, bei B ist sie jetzt von 2 auf 1 gewandert.

Der Effekt ist erstaunlich: Die Seite hat tatsächlich die Besucherzahl gegenüber einer Vorperiode verdoppelt – auch wenn dies nur 40 % der Suchen betraf! Also insgesamt hat sich die Zahl der Besucher (bezogen auf das Keywort B) verfünffacht.

Und die “Qualität”?? Nun, läßt sich nur grob abschätzen anhand der ADSENSE – Klicks. Und deren Klickrate ist fast unverändert, vielleicht etwa 10 % niedriger (die statistische Basis reicht hier nicht aus)

Datum Rang % Besucher
15.08.08 1 209,1
14.08.08 1 253,6
13.08.08 2 213,5
12.08.08 2 213,7
11.08.08 2 204,6
10.08.08 1 237
09.08.08 1 168,4
08.08.08 2 170,1
07.08.08 2 154,6
06.08.08 2 145,7
05.08.08 2 170,5
04.08.08 2 175,2
03.08.08 2 202,4
02.08.08 2 87,6
01.08.08 2 107,4
31.07.08 2 99,8
30.07.08 2 120,3

Das dümmste und teuerste SEO – Angebot ?

16. August 2008

Also wenn es eine Goldmedallie in der Sportart “Suchmaschinenoptimierung Dumm + Teuer” geben würde; so dürfte die amerikanische Rechtsanwaltskanzlei Findlaw einer der besten Anwärter auf diesen Preis sein.

Für schlappe 1.000 $ (monatlich !) boten sie ihren Kunden per Mail einige Links auf ihrer Website an … nett und detailliert beschrieben.

Dumm nur, dass diese Mail schnell auch an Matt Cutts weiter gereicht wurde, der sie mit Interesse gelesen hat. Unter diesem Link gibt es auch eine genaue Beschreibung des “Schnäppchens”.

Bleibt natürlich noch eine Option: Es handelt sich um einen Fake. Aber dagegen spricht die präzise Beschreibung des Angebots unter Nennung von Telefonnummern der Ansprechpartner. Noch hat die Seite einen Pagerank 5. Nal schauen was passiert.

Googles Humor: “Aufbruch in die Unendlichkeit? “

12. August 2008

Google wird immer offener. Auch wenn manches in humoriger Art verpackt wird, so sollte man sich bei einem Beitrag im Google-Blog “Phänomen, das wir ‘endlose Weiten’ nennen” durchaus schnell ernsthafte Gedanken machen.

Es geht darum,das relativ schnell (auch unbeabsichtigt) die Situation entsteht, daß “unendliche” viele Links entstehen. Typisches Beispiel wäre der Kalender, bei dem immer der nächste Monat angezeigt wird. Rechnerisch klar gegen unendlich gehend …

Aber auch andere Situationen können schnell die Zahl der Links exponentiell wachsen lassen,  wie beispielhaft in einem Kleidershop die Verknüpfung der Auswahlparameter “Größe”, “Farbe” und “Modell” schon recht viele Links, nämlich Größe x Farbe x Modell, entstehen läßt.

Es ist nun verständliches Anliegen von Google, hier ein Ende zu finden. Der Blog-Beitrag beschreibt auch diverse Lösungsmöglichkeiten.

Allerdings gibt es da durchaus auch andere vernünftige Gründe, die früher geübte Meinung “viel hilft viel” bei der Seitenzahl zu verlassen.

Bereits jetzt läßt Google eine ganze Reihe von Seiten absichtlich weg, meist weil der Content uninteressant erscheint. Ob dies immer richtig ist, sei sicher oft zu bezweifeln, aber bei der Vielzahl der Seiten muss selbst Google Prioritäten setzen.

Und dann wird der “Link-Juice”, den eine Website durch externe Links bekommt, auch auf die vorhandenen Seiten verteilt. Konkret bedeutet dies, dass bei einer starken Domain auch viele tausend Unterseiten indiziert werden. Bei einer eher unbedeutenden Seiten ist oft nur noch die Startseite im Index.

Also: Konzentration auf das Wesentliche, Klasse vor Masse

Platzierung und Besucher

3. August 2008

Die wohl wichtigste Frage: Wie wirkt sich denn eine Platzierung in der Suchmaschine (wohl in der Regel Google) in Bezug auf die Besucherzahlen aus?

Einige Blogs haben sich kürzlich damit befaßt. Fangen wir mal mit den Zahlen an:

Sistrix bzw. website-Boosting haben eine Auswertung von AOL-Daten vorgenommen, die ca. 36 Mio. Suchen umfaßt. Danach zeigen schon die Plätze 1-3 einen dramatischen Abfall:

  1. 42 %
  2. 12 %
  3. 8 %

Der letzte Platz auf Seite 1 bringt noch knappe 3 %, auf Seite 2 geht es nur mit einem mageren halben Prozent weiter.

Diese Daten decken sich gut mit anderen Studien. Sondereinflüsse wie Sitemaps (weitere Keywords beim Platz 1) oder Landkarten aus Googe Maps können das Gewicht noch stärker zugunsten von Platz 1 verschieben.

Die Frage ist ja nur: Ist es nur die Masse, was ist denn in bezug auf die Qualität der Besucher ?

Und hier gibt es eine sehr interessante Diskussion bei einfach-persoenlich.de

Ansatz A: Besucher die schnell mal den/die ersten Links anklicken, haben nur oberflächliches Interesse. Wer intensiver sucht, forscht auch auf Seite 2 oder 3. Der “long tail”, also das lange Ende der Suche, bringt Besucher mit der höchsten Qualität

Ansatz B: Stimmt nicht, Masse vor Klasse

Es ist trotz mehr als 60 Beiträgen, kaum eine klare Entscheidung möglich.

Mal eine vorsichtige Wertung:

Es scheint – wie so oft – auch von demjeweiligen Keywort abzuhängen. Bei den genannten Zahlen-Beispielen hatten die User oft nach “myspace” oder “wikipedia” gesucht. Der dürfte auch bei Google schnell an erster Stelle angezeigt werden – und die Suche ist erfolgreich beendet.

Im echten Leben kann, muss aber nicht, das Ergebnis befriedigen. Dies führt dann dazu, dass auch weitere Seiten angeschaut werden, vielleicht auch die Folgeseiten, und schließlich mit modifizierten Suchen und Keyword-Kombinationen versucht wird, das Ergebnis zu verbessern.

Dennoch bleibt es dabei, das mit Sicherheit ein starker Abfall von Platz 1 auf 4, und dann wieder von 10 auf 11 vorhanden ist.

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