CMS ohne Datenbank

Manche mögen es für archaisch halten: Ein Content Management System (CMS) ohne Datenbank. Viele Websitebesitzer werden vielleicht daran zweifeln, dass es sowas überhaupt gibt (zumindest in sinnvoller Form).

Und dennoch: Es gibt CMS ohne Mysql Datenbank, und es macht durchaus Sinn diese auch zu nutzen. Nun, bevor wir mal einige System wie Pivot, SkyBlueCanvas, RazorCMS  oder Pluck kurz vorstellen: warum eigentlich? Auch diese Seit läuft doch unter WordPress schön und gut?

Nun – es gibt schon verschiedene Gründe:

Installationsaufwand: Jede Datenbank will eingerichtet werden. Wer mal 1 Website macht, mag dies kaum merken.  Bei 10 Webseiten am Stückmerkt man den Unterschied schon (User anlegen, Passwort aufschreiben, Hash-Codes eintragen usw)

Datensicherung: Es müssen immer Website UND Database gesichert werden. Da wird schnell mal eins von beiden vergessen – und dann läuft oft gar nichts mehr

Geschwindigkeit: Gerade hochfrequentierte Server leiden unter dramatischen Geschwindigkeitseinbußen, wenn zu viele Datenbankabfragen erfolgen.

Einfachheit: Warum ein Mercedes, wenn man doch nur Zigaretten holen will? Also für kleine Projekte sind die meisten CMS einfach “zu groß”

Flexibilität: An einem WordPress-System etwas zu verändern benötigt schon ein bischen Know How. Ein einfaches CMS kann schnell mal angepaßt werden, evtl. sogar einfach ein Modul ergänzt werden

Also mal ein Blick auf einige Alternativen, die uns gut gefallen haben:

Pivot : Um es kurz zu machen: Pivot ist ein ausgereiftes System, dass speziell für ein Blog kaum ein Wunsch offen läßt. Eine große Community (derzeit 75.000 Beiträge) hilft bei allen Problemen. Allerdings: Mit 5,6 MB auch nicht mehr gerade “lite”, auch wenn Pivot eben ohne Mysql Datenbank auskommt und alles als Textfiles abspeichert

SkyBlueCanvas Lightweight CMS ist mit 2,8 MB schon deutlich kleiner. Auch ansonsten macht sich das weniger bekannte System durch eine etwas magere “Optik” bemerkbar. Aber unter der Haube steckt deutlich mehr als bei Pivot: Zahlreiche Module wie News, Formular-Manager, Bildverwaltung und mehr machen es schon zu einem ausgereiften CMS. Gut gefallen hat uns, dass die einzelnen Module sehr frei (und optisch übersichtlich) in verschiedene Regionen auf der Seite plaziert werden können.

Pluck ist ähnlich groß wie SkyBlueCanvas (wobei der Tinymice Editor der größten Part einnimmt), bietet deutlich weniger Module aber dafür eine schöne Bedieneroberfläche. Simpel und einfach für ein kleineres Projekt.

RazorCMS ist ebenfalls weit vom Blog entfernt – und mit Abstand das kleinste Programm. Der Core ist lediglich 200 KB groß, mit einigen Zusatzmodulen (Plugins oder Blades genannt) UND einem WYSIWYG Editor (Nicedit) nur knapp über 300 KB. Dafür aber blitzschnell im Vergleich zu den Kollegen, und extrem flexibel in vielen Dingen. SEO – optimierte Links sind ebenso vorhanden wie einfache flexible Linkpositionierung. Unserer Meinung nach ein echter Geheimtip

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