Phantastischer Kaufpreis für alte Domain?

2. September 2009

Heute flattert eine überraschende Mail in den Briefkasten, die für eine alte unbedeutende Domain ein lukartives Geschäfts - und das schnell, einfach und sicher:

We are interested to buy your domain name xxxxxxx.com and offer to buy it from
you for 70% of the appraised market value.
As of now we accept appraisals from either one of the following leading appraisal
companies:
macez.com
sedo.com
If you already have an appraisal please forward it to us.
As soon as we have received your appraisal we will send you our payment (we use paypal for amounts less than $2,000 and escrow.com for
amounts above $2,000) as well as further instructions on how to complete the transfer of the domain name.
We appreciate your business,
Yours truly,
Mark Allen

Nun, großzügige Menschen mag es in der Welt geben … aber dennoch … gibt es nicht einen Haken an der Sache ?? Tante Google hilft auch hier, und schnell kommt man zum Kern des Geschäftes. Der gute “Mark” hat wohl die Website “macez.com” aufgebaut, und sucht Dumme, die ihm Geld zahlen. Sedo ist dann ein Köder, den er nur nutzt, weil Sedo eben teurer ist … also die realistische Hoffnung besteht, der Kunde wende sich doch lieber an seine Seite.

Nett beschrieben ist das Ganze auch im Web, gerade bei Promomasters , während andere wie QBN dann (wohl falsch) noch annehmen SEDO sei mit im Boot.

Dann hat es Bing gemacht - knapp daneben ist auch verfehlt

7. June 2009

Eine Woche ist vergangen seitdem Bing die Bühne betreten hat. Im Kampf um die Vorherrschaft auf dem Suchmaschinenmarkt scheinen die Karten damit neu gemischt zu werden, so Basicthinking

Die ersten Kommentare sind durchaus positiv.

Manche Beobachter sehen bereits dramatische Veränderungen im Suchmaschinenmarkt, und zahlreiche Tipps und Ratgeber versuchen jetzt schon, Interessenten für die neue Suchmaschine zu gewinnen

Anlass für uns, einmal in unserem Gebiet der Medizin und Gesundheit ein bisschen zu suchen. Nehmen wir einmal einige wichtige Stichwörter wie

Akne

Die ersten drei Seiten passen und sind völlig identisch zum Ergebnis der Suche bei Google - eine private Seite zum Thema Akne und Wikipedia. Auch die weiteren Suchergebnisse haben durchaus Gemeinsamkeiten aufzuweisen.

Psoriasis

Hier passiert uns gleich ein Tippfehler, der aber von den korrekt erkannt wird: “Ergebnisse sind enthalten für psoriasis. Nur Ergebnisse anzeigen für psoriais.”

Insgesamt ein ähnliches Bild, gerade unter den ersten fünf finden sich gleichen Verdächtigen. Trotzdem, Google scheint hier doch etwas präziser zu sein. Ein Studienzentrum Psoriasis einer Universität auf dem Platz zwei ist zwar nicht falsch, aber wahrscheinlich nicht das was ein normaler Betroffener erstmal sucht.

Haarausfall

Kommen wir nun zu dem Bereich, in dem der selbst tätig sind. Auch wieder ähnlich: Bing liefert durchaus passende Ergebnisse, lässt sich aber ganz offenkundig wieder von dem Domainnamen beeindrucken. Neben Wikipedia sind doch eine ganze Reihe von Seiten enthalten, die sicherlich keine besonderen Marktordnung besitzen.

Einen Link haben sie natürlich gleich vermisst, und das ist der zu unserer eigenen Seite zumThema Haarausfall Alopezie.de. Unbestritten das wichtigste Forum in Deutschland zu diesem Thema, taucht es auf den ersten fünf Seiten nicht auf. Immerhin ist es bei den Suchbegriff Alopezie auf der Seite eins, direkt vor dem Thema “Alopezie bei Rhesusaffen”. Nun denn, wir wollen nicht beleidigt spielen, aber dies ist ziemlich daneben.

Vorläufiges Fazit:

In der normalen alltäglichen Suche im Bereich Medizin ist Bing nicht schlecht, sicherlich deutlich besser als alle anderen Mitbewerber von Google. Besser als Google ist Bing jedoch eindeutig nicht. Bestenfalls werden ähnliche Ergebnisse geliefert, aber auch wenn diese nicht ganz falsch sind, so bleibt doch immer das Gefühl einer gewissen Zweitklassigkeit.

Ursache scheint aus unserer Sicht eine starke Gewichtung des Domainnamens zu sein, denn bei allen drei Suchbegriffen haben fast alle Seiten den Suchbegriff auch in ihrem Namen. Das geht dann soweit, dass selbst Domainendungen wie “co.at” aus ausreicht, um auf der ersten Seite gefunden zu werden, und das dann gemeinsam mit Unterseiten zum Thema Haarausfall bei Hunden und Katzen. Haarausfall ist das natürlich alles - aber qualitativ hochwertig wahrscheinlich weniger.

CMS ohne Datenbank: razorCMS V1.0 Alpha released

7. June 2009

Nach  mehrjähriger Entwicklungszeit nähert sich razorCMS der Version 1.0. Wie üblich gibt es natürlich unterschiedliche Vorstellungen, was das bedeutet, aber bei diesem CMS ist es eindeutig der Schritt zur Produktionsreife.
razorCMS ist ein Flat File CMS, das heißt das CMS kommt ohne eine Datenbank wie MySQL aus. Der Vorteil liegt in der erheblich schnelleren Installation, außerdem sind Geschwindigkeit und System größer um Dimensionen besser als bei herkömmlichen Content Management Systemen.
Mit der Version 1.0 wird eine fast automatische Installationsroutine eingeführt, die den Schwerpunkt auf dem Thema Sicherheit hat. Der Benutzer muss lediglich zwei Dateien auf dem Server laden, der weitere Prozess ist mit Ausnahme der Angabe von Username und Passwort automatisiert. Der Vorteil liegt aber vor allem darin, dass das System sehr genau die Sicherheitseinstellungen prüft und gegebenenfalls korrigiert.
Neu hinzugekommen in dieser Version ist auch ein Backup Manager, der es ermöglicht ganz einfach die Daten herunter zu sichern. Es sollte klar gesagt werden, dass dies ein wesentlicher Vorteil gegenüber einem Datenbanksystem ist. Zwar lassen sich auch Datenbanken sichern, aber letztendlich sind es dann immer zwei Komponenten, die aktualisiert werden müssen.

Leider ist die Alphaversion noch nicht wirklich nutzbar, da weder alte Daten übernommen werden können, noch eigene Templates eingespielt werden können. Der Entwickler verspricht aber, in kurzer Zeit (üblich sind einige Wochen) eine erste Endfassung vorzulegen.

Übrigens, wer sich einmal anschauen möchte wie razorCMS “läuft” undwas für ein Design möglich ist hier noch zwei Links: Sneakify (mit einem netten CSS Layout) und Firereign (mit einem sehr puristischen Design)

razorCMS ist Open Source und kann von der Seite des Autors heruntergeladen werden

Google Pagerank Update Mai 2009

27. May 2009

Es ist mal wieder soweit - ein neuer Pagerank wird “veröffentlicht” (intern schreibt Google die Werte natürlich laufend fort).

In den meisten Datenzentren sind die neuen Werte schon hinterlegt, wer sicher gehen will kann dies beispielsweise hier checken : http://www.database-search.com/sys/dc-pr-flash-ext.php

Auf den ersten Blick nichts sensationelles, was nach der relativ kurzen Zeit von 8 Wochen auch nicht zu erwarten war. Bei uns sind etwa 10 % der Domains betroffen, vielleicht sollte man es daher auch als Mini-Update bezeichnen.

Auf jeden Fall sitzen jetzt wieder die Suchmaschinenoptimierer vor ihren Kisten und bibbern …

Spaß beiseite, der Stellenwert vom Pagerank ist sicherlich weitaus geringer anzusehen als noch vor wenigen Jahren. Da kommt schon ein pschologischer Faktor hinzu!

Webbrowser - Die Speicherfresser

23. May 2009

Vor länger dem PC sitzt wird die gleichen Erfahrungen haben: der Computer wird langsamer, das Laden neuer Seiten dauert länger und irgendwann kommt es sogar so weit, dass der Computer fast nicht mehr reagiert. Leider bietet Windows hier nur wenig Möglichkeiten, die Ursache aufzuspüren, zumindestens für normale Anwender bleibt dies verborgen.

Das Rätselraten beginnt. Aufgrund der eigenen Erfahrung möchten wir doch auf das Thema Web-Browser hinweisen. Denn schon beim Blick in den Windows Taskmanager zeigt sich, dass diese schon bald an erster Stelle der Speicherfresser sitzen. Wer Firefox mit einigen Plugins betreibt, vielleicht zwei oder drei Fenster offen hat und noch die Tabs nutzt, dürfte dürfte schnell wie wir die Grenze von 200 MB überschreiten. Gestern Abend habe ich es sogar auf 500 MB geschafft! Ein kurzer Blick ins Netz zeigt, dass auch andere Tester zu ähnlichen Werten kommen.

Wo bleibt allerdings die Alternative? Und hier sieht man schnell, dass die verschiedenen Tests sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Um es vorweg zu sagen, in vielen Details schneidet Firefox am besten ab, so bei ZDNET und Dotnetperls.

Opera liefert nach einigen Tests wie bei Max deutlich bessere Ergebnisse als Firefox. Auch liefert Opera in Bezug auf die Usability einige zusätzliche Funktionen.

Als Schlussfolgerung bleibt im Moment nur zu sagen, dass wohl der Internet Explorer bei keinem der Tests ein gutes Ergebnis zeigte, und auch der Safari wahrscheinlich keine sinnvolle Alternative ist.

Leider wird in den meisten Test noch nicht der neue Browser Chrome von Google mit verwendet. Nach meinem subjektiven Erfahrungen könnte aber durchaus eine interessante Alternative sein, auch wenn auffälliger Weise zwei Prozesse laufen und dadurch der Speicher mit etwa 80 MP intensiv genutzt wird. Aber einige häufig von Suchmaschinenoptimierern genutzte Funktionen für die SEO-Arbeit können hier mit winzigen Code-Schnipseln erledigt werden, die deutlich weniger Platz einnehmen wie Plugins.

Solange sich an dieser Ecke nichts tut verbleiben nur die Möglichkeiten,

  • den Speicher des Rechners aufzurüsten oder
  • auf das eine oder andere Plugin zu verzichten oder
  • eben dem Browser öfters einmal neu zu starten

Wollen wir einmal hoffen, daß “schnell und schlank” irgendwann doch einmal umgesetzt werden kann.

Wolfram alpha in der Medizin: Suchen ja - finden nein

16. May 2009

Große Erwartungen verbinden sich mit der neuen intelligenten Suchmaschine Wolfram alpha, die gestern Nacht gestartet ist. Das neue Suchkonzept, das versucht Antworten zu liefern, steht in dem Verdacht Google den Rang ablaufen zu können.

Der Start verlief etwas holprig, verfolgt von einigen 1000 Interessenten auf Twitter zeigten sich diverse technische Pannen. Nun scheint es aber zu laufen, und das große Testen rund um die Welt beginnt.

Die ersten Reaktionen sind durchaus positiv bis glücklich:Fangen wir mit dem Test unserer Bundeskanzlerin Frau Merkel an, der positiv mit sinnigen Daten ablief.  Auch Homofaber war mit seinen Ergebnissen zufrieden, ebenso wie der Blogger tobiaskoelligan.de.

Interessant der Hinweis, daß Wolfram alpha auch Daten zu Websites ausspuckt.

Eine etwas spezialisiertere Suche aus dem Bereich Astronomie zeigte dagegen schon eher zwiespätlige Ergebnisse. Auch andere Kommentare zeigen sich unschlüssig.

Also haben wir selbst mal ein bischen gespielt, bis uns der Server rausschmiss.

Standardsuche funktioniert

An dieser Stelle wollen wir uns nur kurz aufhalten, die bereits zitierten Blogs haben hier schon eine ganze Menge gute Beispiele geliefert, was mit Wolfram alpha angestellt werden kann. Auch die eigenen Tests lieferten hier durchweg die erwarteten Ergebnisse.

Die Suche nach einem Land wie Schweden (natürlich in Englisch geschrieben) liefert sofort eine Karte und die wichtigsten Zahlen und Fakten. Könnte man natürlich auch Wikipedia aufrufen. Aber bequemer und auch übersichtlicher ist es natürlich, und wenn man dann zwei Länder vergleichen möchte, sich an Wolfram alpha zuwenden. Also hier an dieser Stelle scheint das Lob berechtigt.

Wolfram im Bereich Medizin

Aber aber da wir uns mit dem Thema Medizin und Gesundheit beschäftigen, haben wir uns auch dort einmal versucht.

Erster Versuch: Akne

Akne ist eine Hauterkrankung, die sich vor allem bei Teenagern bemerkbar macht, und dort das Gesicht mit hässlichen Pusteln übersehen kann. Geben wir das Wort Akne (auf Englisch) einmal ein.
Die Maschine antwortete schnell, kurz und bündig. Sie gibt zurück

  • die Definition,
  • Wortherkunft,
  • Aussprache
  • ähnliche Ausdrücke und
  • Unterbegriffe

Versucht man auf diese zu klicken stellt sich heraus, dass es sich nicht um Links handelt, sondern sie müssen manuell in eine neue Suche kopiert werden. Einfach lästig.
Weitere Versuche mit den Stichwörtern Akne Patienten, Aknebehandlung und Aknetherapie enden mit der Antwort, dass Wolfram alpha nicht weiß was ich damit machen soll.

Zweiter Versuch: Psoriasis

Auch die Psoriasis ist eine Hauterkrankung, bekannt auch unter dem Begriff Schuppenflechte, die Millionen von Menschen betrifft.
Also erneut der Versuch mit dem Begriff Psoriasis, die Maschine antwortete ähnlich wie zuvor mit der Definition und weiteren verwandten Begriffen.
Suche nach Therapie, Handlung, Patienten und so weiter versteht die Maschine wie beim ersten Beispiel gar nicht.

Dritter Versuch: Menopause

um es kurz zu machen: gleiches Ergebnis

Vierter Versuch: Warzen

Auch hier wieder mit Warzen eine Krankheit, die ein Großteil der Bevölkerung am eigenen Leibe erlebt, und die sicherlich ein spannendes Thema für die Suche im Internet ist. Warzen sind anhänglich, ansteckend und gar nicht so einfach zu behandeln.

Hier nun der vollkommene Frust: Den englischen Begriff “wharts” für Warzen kennt Wolfram alpha erst gar nicht.

Zumindest in der Medizin: Fragen ja, Antworten nein

Natürlich tritt Wolfram alpha mit dem Anspruch an, Daten und Fakten zu sammeln und zu vergleichen. Nun sind aber gerade auch im medizinischen Bereich jede Menge Daten und Fakten zu den Krankheiten vorhanden. Patientenzahl, Behandlungskosten, Versicherungsfälle… Jede Menge Material, die eigentlich einfach und übersichtlich auswertbar wäre.

Man kann heute am Starttag schlichtweg festhalten, dass Wolfram alpha sich dem Gebiet der Medizin offensichtlich noch nicht angenähert hat. Ist vielleicht auch ein bisschen viel für einen Mathematiker verlangt, aber eigentlich sehr schade.
Der Grundgedanke könnte hier sicherlich in eleganter Form umgesetzt werden. Medizinische Informationsquellen gibt es im Überfluss, und hier die wesentlichen Eckdaten zu aggregieren wäre sicherlich sinnvoller, als die bei Google den User mit einer Vielzahl von mehr oder weniger sinnhaften Links zu überfrachten.

Die übersichtliche Darstellung von Wolfram alpha wäre sicherlich auch eine Hilfe, gerade im Vergleich zur Wikipedia, die immer mehr das Volumen eines Lexikons annimmt, und sich in medizinischer Terminologie zunehmend dem normalen Menschen entzieht.

Im Moment kann man also nur festhalten, dass es hier noch eine Menge zu tun gibt. Warten wir ab, ob Wolfram alpha es gelingen wird, diese Lücke zu schließen, und so auch den Bereich der Medizin um eine Suchalternative zu bereichern. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

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